Handfestes mit Aha-Effekt

08.07.2013 Schöne Medien Keine Kommentare

Visitenkarten_ Schoene_Medien_GmbH

DÜ-Dü-düüü! Die Büroklingel läutet und alle sprinten in freudiger Erwartung zum Türöffner. Der Postbote ist da! Neugierig scharen wir uns um das Paket – eine kuriose Mischung aus Vorfreude, Spannung und einem Hauch Unsicherheit liegt in der Luft. Ist der Farbton auch richtig? Wie sieht der Entwurf als reeller Druck aus? Ist die Schrift nicht zu klein? Der Blick in das Paket beschert dann euphorisches Aufatmen – die neuen Visitenkarten sind PERFEKT!

Manch einer wird sich jetzt ungläubig fragen: So viel Aufregung für ein kleines, kartenförmiges Stück Papier? Zugegeben, vielleicht mag der Freudentanz übertrieben gewesen sein… trotzdem werden Wirkung und Funktion einer Visitenkarte oft stark unterschätzt – einige behaupten sogar, sie sei antiquiert und habe im digitalen Zeitalter ihre Daseinsberechtigung verloren.

Ein Fehler – behaupten wir. Denn die „gute alte“ Visitenkarte ist ein wahres Multi-Talent! Was Ihre Visitenkarte wörtlich und im übertragenen Sinne „draufhaben“ sollte, was Sie bei der Gestaltung zu beachten haben und wie Sie richtig mit Ihrer Visitenkarte umgehen, stellen wir in diesem Blogartikel vor.

Der erste Eindruck

In erster Linie dienen Visitenkarten dazu, die eigene Person  vorzustellen und andere (Business)-Persönlichkeiten kennenzulernen. Wie bei jedem Kennenlernprozess spielt natürlich auch hier der erste Eindruck eine maßgebliche Rolle. Eine Spanne von 150 Millisekunden bis zu 90 Sekunden – so viel Zeit haben Sie, um zu überzeugen. Und die möchten Sie sicher nicht mit einem laschen Händedruck vergeuden, oder? Eine unüberlegt gestaltete Visitenkarte ist aber genau das. Also konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche! Machen Sie sich vorher Gedanken darüber, wie Sie auftreten, was Sie sagen und vor allem aussagen möchten. Überreichen Sie Ihre Karte in diesem Bewusstsein und Sie werden ankommen.

Der zweite Eindruck

Eine gute Visitenkarte ist nicht nur der erste, sondern auch der zweite Eindruck. Warum sammeln Sie Visitenkarten? Um sich nach einem Business-Treffen wieder an die vielen interessanten Gesprächspartner zu erinnern. Betrachten Sie einmal Ihre Sammlung. Bei welchen können Sie sich noch an Person, Gesprächsinhalt oder Situation der Überreichung erinnern? Bestimmt nicht bei den gängigen Modellen. Sondern bei den Besonderen. Deshalb gilt: Standards gehen in der Masse unter – Kreativität macht Sie zum Hingucker!

Repräsentation

Das Design sagt mehr als tausend Worte. Form, Farben, Materialien, Gestaltung einer Visitenkarte vermitteln mehr über Ihr Unternehmen als die aufgedruckten Buchstaben. So haben Sie die Möglichkeit, Ihr Gegenüber zwischen die Zeilen blicken zu lassen und etwas auszudrücken, das nicht explizit sichtbar ist: Ihre Corporate Identity. Modern, qualitätsbewusst, kreativ, nachhaltig… welche Werte, Einstellungen und Überzeugungen Sie mit Ihrem Unternehmen repräsentieren – Sie können es durch die einzigartige Gestaltung Ihrer Visitenkarte mitteilen.

Information

Informationen zur Kontaktaufnahme sollten auf jeder Visitenkarte Platz finden. Doch welche Daten sind wichtig? Name, Firma, Telefon-, Mobil- und Faxnummer, Leistungsspektrum, Logo, Kernkompetenzen, Social Media Profile, Internetadresse, QR-Codes, Berufsbezeichnung/Position, Post- und E-Mail-Adresse… Die Menge an Informationen ist immens. Doch weniger ist mehr! Schließlich kommt jedes Visitenkartenformat einmal an seine Grenzen. Informationen sind also sorgfältig auszuwählen und auf Zielgruppe und Kernaussage abzustimmen.

Aha-Effekt

Wie nehmen Sie Visitenkarten entgegen? Genau, mit den Händen! Sie streichen mit den Fingerkuppen über die Oberfläche, fühlen die Kanten, ertasten Details, drehen die Karte um und werfen einen Blick auf die Rückseite. Währenddessen übertragen die Sinneszellen Ihrer Haut zahlreiche Impulse an das Gehirn, was dem Markenerlebnis eine handfeste, substanzielle Komponente hinzufügt. Haptische Besonderheiten wie Beschichtungen, Prägungen, Stanzungen, Flock oder ausgefallene Materialien wie Metall, Gummi, Holz, Plastik etc. lassen mit den Fingern „sehen“ und sorgen für den besonderen Aha-Effekt.

Kreativität

Die gängigen 88*55 mm sind nicht nur eine flächenmäßige Begrenzung, sondern weisen auch Ihre Kreativität in die Schranken? Man könnte ja, aber der Platz… Das können wir so nicht gelten lassen! Visitenkarten dienen dazu, akzentuiert Ihre Persönlichkeit in Szene zu setzen. Also haben Sie Mut zur Lücke. Betonen sie nur wichtige Facetten, Kernkompetenzen, Besonderheiten. Ihr Gegenüber ist interessiert? Dann wird er automatisch mehr über Sie herausfinden wollen. Ein Verweis auf Ihre Internetseite mit weiterführenden Informationen macht die Visitenkarte zum Bindeglied zwischen direktem und indirektem Kontakt.

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Haben Sie einmal eine Visitenkarte erhalten und waren danach völlig perplex? Nicht, weil sie nicht ansprechend aussah- im Gegenteil. Elegant, schönes Design, ausdrucksstarke Botschaft. Und trotzdem stört Sie etwas: sie passt nicht zu der überreichenden Person. Mediale Kongruenz beschreibt die Deckungsgleichheit von Person, Botschaft und Medium. Stimmen diese überein, empfinden wir das als gelungenen Auftritt. Andernfalls sind wir verwirrt und wissen die Gesamtaussage nicht zu deuten. Natürlich geschieht das alles unterbewusst. Trotzdem gilt hier das Prinzip der Authentizität – denn nichts passt besser zu Ihnen als Sie selbst.

 

Inna Voth

Marketing-Managerin bei Schöne Medien GmbH
Inna Voth hegt und pflegt den Unternehmensblog der Schöne Medien GmbH. Hier schreibt sie aus der strategischen Perspektive über Themen rund um Marketing und Markenkommunikation.

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