Netzjargon – Ode an die Deutsche Sprache *sarkasmus*

26.03.2013 Social Media 1 Kommentar

Netzjargon Schöne Medien GmbH

Eine kleine Reise durch das Phänomen Internetsprache

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, Sie verstehen die Welt nicht mehr? Beim Blick auf das Handy besteht die SMS aus einigen scheinbar willkürlich aneinandergereihten Buchstaben, am Schluss der E-Mail steht eine kryptische Zahlen-Buchstaben-Kombination und die Facebook-Nachricht gleicht einem Schwall sämtlicher auf der Tastatur anzutreffender Satzzeichen? „Chatten“, „surfen“- damit kann man ja noch etwas anfangen, aber bei *rofl* oder „cul8er“ verspüren Sie dann doch den Drang zum Googeln?

Keine Sorge, Sie befinden sich weder in der Matrix noch handelt es sich bei den „Hieroglyphen“ um notorische Vertipper. Das digitale „Krickel-Krakel“, gemeinhin als Netzjargon bekannt, vertritt eine im virtuellen Raum weit verbreitete Form der Kommunikation. Hier finden nicht nur Worte, Sätze sondern auch Mimik, Gestik, ja sogar Gefühlslagen und Handlungen Ausdruck. Und das mithilfe von Symbolen, Zahlen, Buchstaben und Satzzeichen.

Wer jetzt denkt, hier handele es sich um ein Phänomen der digitalisierten Generation Y, der irrt. Bereits 1982 schlug der Informatikprofessor Scott E. Fahlmann die Zeichenfolge „Doppelpunkt-Bindestrich-Klammer-zu“- also kurz “:-)” – für humorvoll gemeinte Beiträge vor. Heute ist die Internetsprache auch überall außerhalb des Webs anzutreffen, da kurz,  schnell und einfach.

Dass sich in Bezug auf Originalität und Verständlichkeit die Geister auch mal scheiden können, zeigt ein Beispiel aus der Werbebranche: im November 2012 präsentierte die Stadt Düsseldorf zusammen mit einer Agentur das smiling “:D” als neues Logo für ihr Stadtmarketing. Und musste sich dafür mit sehr gemischten Meinungen und Kritik auseinandersetzen.

Logo Düsseldorf

© http://bc02.rp-online.de

Damit Sie beim nächsten Lesen Ihrer Nachrichten nicht so aussehen:

(@_@) = verwirrt           (o_O) = skeptisch      (-_-) / (>>) = genervt     (ò_ó)  = böse

sondern so:

(^_^) = fröhlich

oder vielleicht sogar so:

 (^___^) =seeehr fröhlich

folgt hier eine Auflistung der meistgenutzten Ausdrücke, Abkürzungen und Emoticons:

Ist Ihr Deutsch fit für das Internet? ;)

*lol* = lautes Lachen (eng. laughing out loud)

*omg*= Oh mein Gott! (Erstaunen, Überraschung)

*rofl*= Ich roll’ mich lachend auf dem Boden (engl. rolling on floor laughing)

 

facebooken= Nutzung des sozialen Netzwerkes Facebook

googeln= Nutzung der Suchmaschine Google als Nachschlagewerk

twittern= versenden einer Kurznachricht über die Kommunikationsplattform Twitter

skypen= telefonieren über den Videotelefonie-Anbieter Skype

 

4U= für dich (engl. for you)

CUL8ER= Bis später (engl. see you later)

2L8= zu spät (engl. too late)

CU= Bis später! (engl. see you)

 

kk= okay

kP= kein Problem

mom= Moment, einen Augenblick

thx= Danke (engl. thanks)

sry= Entschuldigung (engl. sorry)

telen: telefonieren

mfg= Mit freundlichen Grüßen

sW= schönes Wochenende

smsen/ simsen= SMS schreiben

@home= zu Hause (engl. at home)

 

“:-)”  lächelnd, fröhlich

“;-)”  zwinkernd

“:-(“ traurig, böse

“:-/” unzufrieden, genervt

“:-D” breit lächelnd, grinsend

“:-P”  frech (Zunge herausstreckend)

“:-l”   gleichgültig

“>:-(“  sehr böse, wütend

Damit Sie auch in Zukunft einen kühlen Kopf bewahren
können und nicht jedes ;-) googeln müssen:

Schöne Medien – Netzjargon Wörterbuch

Netzjargon Wörterbuch

Inna Voth

Marketing-Managerin bei Schöne Medien GmbH
Inna Voth hegt und pflegt den Unternehmensblog der Schöne Medien GmbH. Hier schreibt sie aus der strategischen Perspektive über Themen rund um Marketing und Markenkommunikation.

Letzte Artikel von Inna Voth (Alle anzeigen)

Schlagworte: , , , , ,

Beitrag kommentieren

Alle Kommentare

Schöne Medien GmbH

Büro für Markenkommunikation

Große Str. 45
49074 Osnabrück

(0541) 98 10 900
info@schoene-medien.com